Reduktion der Strassenabstände zur Förderung der Innenentwicklung und Mobilisierung von Bauland

Innenentwicklung und Verdichtung sind zentrale Ziele unserer Raumplanung. Gleichzeitig gibt es im Wallis Grundstücke innerhalb bestehender Bauzonen, die aufgrund der geltenden Strassenabstände nur eingeschränkt oder teilweise gar nicht sinnvoll bebaut werden können. Vorschriften also, die in gewissen Fällen genau jene Entwicklung erschweren, die wir raumplanerisch eigentlich anstreben. Mit unserer Motion haben wir deshalb verlangt, die geltenden Strassenabstände grundsätzlich zu überprüfen und im Sinne der Innenentwicklung und der Mobilisierung von bestehendem Bauland anzupassen. Dabei ging es ausdrücklich nicht darum, pauschal neue Abstände festzulegen. Verkehrssicherheit, Sichtfelder, Rettungszufahrten,  Schneeräumung, Lärmschutz sowie die unterschiedlichen örtlichen Verhältnisse müssen weiterhin berücksichtigt werden. Der Grosse Rat ist dieser Argumentation mit einer deutlichen Mehrheit von 76 Prozent gefolgt und hat die Motion angenommen. Damit hat das Parlament ein klares Signal gesetzt: Wenn wir Innenentwicklung und Verdichtung ernst nehmen, müssen wir auch bereit sein, bestehende gesetzliche Hindernisse zu hinterfragen.

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